Donnerstag, 16. November 2017

Blogtour #7aufeinenStreich zu "Tausend Teufel" von Frank Goldammer - Tag 4 - "Kriegsheimkehrer" - #TausendTeufelTour


Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lief das Leben nicht einfach normal weiter. Es herrschte keine euphorische Stimmung. Dafür waren die Menschen viel zu sehr traumatisiert, andere fühlten sich ihrer Träume oder Ideale beraubt und es begann ein anderer Kampf ums Überleben. Lebensmittel und akzeptabler Wohnraum waren knapp, überall konnte man die Auswirkungen des Krieges spüren. Neben der Existenz- und Überlebensangst schwebte über vielen Familien die Ungewissheit über das Schicksal ihrer Angehörigen. Söhne und Väter galten als verschollen und oft gab es lange Zeit keine Informationen über deren Verbleib. Aber auch die Kriegsgefangenen oder Kriegsheimkehrer wussten nicht, ob ihre Familienangehörigen noch am Leben waren. 

"Eine der größten Herausforderungen war die Ungewissheit."

Zwischen 1941 und 1945 befanden sich nach Schätzungen allein rund drei Millionen von österreichischen und deutschen Soldaten in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Viele, die das Grauen des Krieges überlebten, überstanden die Strapazen der Lager nicht. Die letzten Heimkehrer kamen in Mai 1950 in ihre Heimat zurück. 
Doch was erwartete die Männer in ihrem ehemaligen Zuhause? 

Gerade in Dresden waren nach der großen Bombardierung viele Wohnhäuser zerstört. Ganze Straßenzüge existierten nicht mehr und die Heimkehrer wurden oftmals mit dem Verlust ihrer Familien konfrontiert. Erste Hoffnungen starben. Sie wurden in Notunterkünften untergebracht und standen mit nichts, als den Kleidern auf ihrem Leib vor einer ungewissen Zukunft.

Wer das Glück hatte, Angehörige oder sogar die ehemalige Wohnung heil wiederzufinden, hatte nun mit gänzlich anderen Problemen zu kämpfen. Kinder erkannten in den ausgemergelten, verhärmten Männern ihre Väter oder Brüder nicht mehr, Ehepartner waren sich fremd geworden. Für viele bedeutete diese Phase ein erneutes Kennenlernen. Sie mussten lernen, miteinander zu leben und meist auch auf der Gefühlsebene einen neuen Zugang zueinander finden. Die Beziehungen innerhalb der Familien mussten neu geknüpft und gefestigt werden. Dabei hatten beide Seiten mit der Verarbeitung ihrer Kriegserlebnisse zu kämpfen. Oft wurde über diese Zeit geschwiegen und die Probleme arteten in Streitigkeiten und Gewalt aus. Nicht wenige Beziehungen zerbrachen daran.


„Ein Mann kommt nach Deutschland“
 – Kriegsheimkehrer im Gespräch
mit Renate Rössing, Leipzig 1950,
Foto von 
Roger Rössing
Quelle: Wikipedia

Die Kriegsheimkehrer hatten mit physischen und vor allem psychischen Problemen zu kämpfen. Posttraumatische Belastungsstörungen waren damals noch völlig unerforscht und wurden dementsprechend auch nicht behandelt. Viele fanden sich in ihrem Leben nicht mehr zurecht. Traumatisiert und gezeichnet von Krankheiten, konnten sie den Erwartungen ihrer Familie nicht gerecht werden. Statt der erwarteten Unterstützung, waren viele eher eine zusätzliche Belastung. Aus Verzweiflung, aufgrund von Depressionen, Schmerzen und Perspektivlosigkeit gaben diese Menschen den Kampf zu leben auf. Nicht selten kam es in diesen Zeiten zu Suiziden.

Auch waren nach Kriegsende bei weitem nicht alle Kriegsheimkehrer vom nazistischen Gedankengut befreit. Sie konnten sich mit der Niederlage und den neuen Machthabern nicht anfreunden. Offene Feindseligkeiten waren ebenso verbreitet, wie die Angst vor den Besatzern. Andere wiederum hatten bereits zu Beginn des Krieges so viele Gräueltaten mit ansehen müssen, dass sie diese Erlebnisse nicht verarbeiten konnten und zeitlebens unter Alpträumen litten. Den wenigsten gelang es, über ihre Empfindungen zu sprechen.

Hinzu kam, dass ein Großteil der Soldaten für Jahre als verschollen galt und ihre Frauen nicht mehr mit dem Überleben des Partners rechneten. In einer Zeit, in der die Menschen aber aufeinander angewiesen waren, Schutz und Hilfe suchten, bildeten sich auch neue Verbindungen. Die Kriegsheimkehrer fanden zu Hause ihre Frauen mit einem neuen Partner oder sogar Kindern vor. Der für die meisten einzige Halt, die Tortouren des Krieges und der Lager zu überleben, brach in sich zusammen. Zusätzlich zu der Verarbeitung der Kriegsgeschehen mussten sie sich nun neuen psychischen Belastungen stellen.

Frank Goldammer hat diesen Passus in "Tausend Teufel" sehr realistisch eingearbeitet und lässt die Leser spüren, was die Menschen zu dieser Zeit bewegte. Einfühlsam, aber ohne Pathos ist man ganz nah am Geschehen und erhält so einen tiefgehenden Eindruck der Lebensumstände in den ersten Nachkriegsjahren.

In Filmen sehen wir nur die Heile-Welt-Fantasie, die wir uns wünschen. Die Männer kommen aus dem Krieg, werden mit offenen Armen freudestrahlend empfangen und das Leben setzt dort erneut an, wo es vor dem Krieg aufgehört hat. Leider sieht die Realität gänzlich anders aus. Damals wie auch heute prägen diese Erlebnisse die Betroffenen und zeigen noch lange ihre Auswirkungen.

Auch ich durfte Frank Goldammer eine Frage stellen:

Lieber Frank,
mittlerweile schreibst du am vierten Heller-Band. Wie hat sich dein Schreiben im Laufe der Zeit verändert? Welche Veränderungen haben sich durch die neuen zeitlichen Handlungsstränge in der Recherchearbeit z. B. Zeitzeugengespräche ergeben?
Seine Antwort:
Mein Schreiben verändert sich nicht, höchstens werde ich schneller. Einzig dass ich jetzt ein richtiges Konzept entwickele für jeden Roman, und dass ich mich zu 90% daran halte, hat sich geändert, früher habe ich es gern einfach mal laufen lassen. Die Recherche gehört mit dazu, doch sie verändert nichts am Schreibverhalten.


Bis einschließlich Dienstag, 21. November 2017, könnt ihr bei unserer Blog-Tour-Verlosung mitmachen.

Beantwortet die Frage zu jedem Tagesbeitrag der #TausendTeufelTour bzw. hinterlasst einen Kommentar, wenn es keine Frage zu beantworten gibt. Nur wenn ihr alle sieben Beiträge kommentiert habt, kommt euer Los in den Lostopf.


Eine Übersicht mit der Verlinkung aller aktuellen Beiträge findet ihr HIER

Gewinnen könnt ihr mit ein bisschen Glück ein signiertes Exemplar von Frank Goldammers „Tausend Teufel“!

Meine Frage des Tages, die es per Kommentar zu beantworten gilt, lautet:

Kennt ihr Zeitzeugen, die sich noch an die Jahre nach Kriegsende erinnern bzw. gibt/gab es Kriegsheimkehrer in eurer Familie und wie erlebten sie diese Zeit?


Ich bin gespannt auf eure Kommentare und drücke jedem ganz fest die Daumen für die Auslosung.


Teilnahmebedingungen
  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich.
  • Der Versand erfolgt nur innerhalb Deutschland, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass im Gewinnfall der Gewinner öffentlich auf dem Blog genannt werden darf. 
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Nur wer bei jedem Blogtourbeitrag die Tagesfrage beantwortet, bekommt ein Los für die Auslosung.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 21.11.2017 um 23:59 Uhr.

Dienstag, 14. November 2017

Rezension "Die Frau im hellblauen Kleid" von Beate Maxian - Heyne Verlag



Roman
Originalausgabe
448 Seiten, Taschenbuch
Heyne Verlag
ISBN: 978-3-453-42212-4
€ 10,99 [D] | € 11,30 [A] | CHF 15,50 (UVP)




Inhalt:


Wien. Marianne Altmann, einst ein gefeierter Filmstar, ist schockiert, als sie von Plänen ihrer Tochter Vera erfährt. Diese möchte einen Film über ihre Familie drehen. Marianne fürchtet, dass nun auch die Abgründe der Familie ans Tageslicht kommen könnten, und mit ihnen ein lange zurückliegendes Vergehen. Es reicht zurück ins Jahr 1927, als ihre Mutter Käthe in einem geliehenen Kleid am Theater vorsprach. Der Beginn einer beispiellosen Karriere – und einer verhängnisvollen Bekanntschaft mit Hans Bleck, der zum mächtigen Produzenten der Ufa aufsteigen sollte…

Beate Maxian lässt uns eintauchen in den Glanz der Wiener Theaterwelt, in die Abgründe der jungen UFA-Jahre, in die sepiagetönten Filme der Nach-kriegszeit und in die heutige Filmwelt.
Quelle: Heyne Verlag



Die Autorin:


Beate Maxian ist eine österreichische Autorin, Moderatorin und Journalistin mit bayerischen Wurzeln (geb. 1967 in München). Ihre Kindheit verbrachte sie in Bayern, Österreich und im arabischen Raum, sie lebt heute in Oberösterreich und Wien. Sie schreibt Romane, Kriminalromane und Kurzkrimis für Anthologien und Zeitschriften. Ihre in Wien angesiedelten Kriminalromane um die Journalistin Sarah Pauli haben eine treue Leserschaft erobert und sind Bestseller in Österreich. Beate Maxian erhielt das Stipendium des Literaturhauses Wiesbaden und wurde mehrfach für den Leo Perutz Preis nominiert. Des Weiteren ist sie die Initiatorin des ersten österreichischen Krimifestivals: Krimi Literatur Festival.at.
Quelle: Heyne Verlag



Rezension:


In jeder Familiengeschichte verbergen sich Geheimnisse. Oft wissen wir nicht einmal, dass sie existieren, manche bleiben für immer im Verborgenen, andere warten auf den richtigen Zeitpunkt, um wiederentdeckt zu werden. Käthes Geschichte beherbergt ein solches Geheimnis. Und genau das macht den Charme dieses Buches aus. 

Vier Generationen von Frauen, verbunden durch Liebe und Geheimnisse. 

Aus dem stillen zurückhaltenden und einfachen Mädchen Käthe wird ein schillernder Star am Theaterhimmel. Es ist wie die Metamorphose von der Raupe zum Schmetterling. Käthes Entwicklung zeigt ihre Stärken und Schwächen und doch bleibt sie sich am Ende immer treu. 
Ihre Lebensspanne in der Zeit des Zweiten Weltkrieges hat mich am meisten berührt und beeindruckt. Sie zeigt, in welchen Zwiespalt und welche Bedrängnis die Menschen unvermutet gerieten. Welche enorme Kraft und Mut es kostete, zu den eigenen Idealen zu stehen. Die Grenze zwischen Sicherheit und Ruhm zu Abhängigkeit vom Gutdünken anderer und der Gefahr des tiefen Falls, war nur ein schmaler Grat. Freundschaften schlugen unversehens in Feindschaft um. Intrigen, Neid, Missgunst und vor allem der Hunger nach Macht bestimmten über Leben und Tod. 

Marianne hat die innere Kraft und Sturheit der Mutter geerbt sowie die Liebe zur Schauspielerei. Man könnte sagen, sie liegt ihr im Blut. Marianne verkörpert all das, was wir uns unter einer Filmdiva der alten Schule vorstellen. Dabei ist sie unter ihrer rauen Schale ein liebenswerter Mensch.  Hier zeigt sich aber auch, wie tief verwurzelt Hass sein kann und dadurch Generationen von Familien überschattet.

Vera wirkt anfangs ein wenig steuerlos. Sie musste erst viele Fehlversuche hinter sich lassen, um ihre wahren Talente und Bestimmung zu entdecken. Es ist Beate Maxian sehr schön gelungen, aufzuzeigen, wie sich Vera aus dem Schatten der Mutter löst und zu neuem Selbstvertrauen findet.

Als letzte im Bunde der Altmann-Dynastie erleben wir Sophie. Sie verkörpert die moderne Jugend und doch blieb sie mir als Person zu blass. Der Plot um den jüngsten Spross dieser Familie neigt sich mir zu sehr ins Kitschige und bedient mehr als nur ein Klischee. Sie ist charakterlich sehr widersprüchlich. Einmal zielorientiert und dann wieder naiv und willenlos. Auch die Passagen hinsichtlich des Vater-Tochter-Verhältnisses waren ein wenig zu sehr von der Realität entfernt. 
Hier fühlte ich mich an die Heile-Welt-Filme der 50er/60er Jahre erinnert.

Ich finde es immer wieder spannend, hinter die Fassaden zu blicken. Unsere Vergangenheit ist unheimlich interessant, auch wenn uns nicht immer gefällt, was wir entdecken, können wir nur daraus lernen und die Welt dadurch ein wenig besser verstehen. Mit "Die Frau im hellblauen Kleid" können wir einmal wieder erkennen, wie sehr uns die Vergangenheit auch heute noch beeinflusst und generationsübergreifend ihre Auswirkungen spüren lässt.

Montag, 13. November 2017

*** Blogtourankündigung** zu "Über den wilden Fluss" von Philip Pullman





Nur noch bis zum 17.11.2017 heißt es warten, dann erscheint das Prequel zur "His Dark Materials"-Trilogie "Über den wilden Fluss". Es ist wirklich toll geworden und ich kann nur empfehlen, es unbedingt zu lesen.

Um euch ein wenig neugieriger auf die Geschichte zu machen, starten wir am 17.11.2017 unsere Blogtour. Neben interessanten Beiträgen gibt es für euch ein Gewinnspiel. Seit ich einen ersten Blick auf die Preise werfen durfte, würde ich ja am liebsten selbst mitmachen.


Ihr habt jeden Tag die Möglichkeit, ein Los zu sammeln und so eure Chancen auf einen Gewinn zu erhöhen. Verfolgt täglich die Beiträge auf den teilnehmenden Blogs und beantwortet die jeweilige Tagesfrage.

Damit ihr den Überblick behaltet, folgt hier noch einmal unser Tourfahrplan.


Fr. 17. November: Buchvorstellung- bei Ruby-Celtic testet
Sa. 18. November: Protagonisteninterview mit Malcolm- bei Mandys Bücherecke
So. 19. November: Rundreise durch die Handlungsorte- bei mir
Mo. 20. November: Die Seelenbegleiter: Was sind Daemonen? - bei Jules Leseecke
Di. 21. November: Lieblingszitate- bei Weltenwanderer
Mi. 22. November: Coververgleich der verschiedenen Länder- bei foxy books

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Blogtour und drücke natürlich jedem die Daumen fürs Gewinnspiel.


Euer Zwiebelchen

Sonntag, 12. November 2017

Lesung Val McDermid am 11.11.2017 zur Erfurter Herbstlese aus "Der Sinn des Todes" - Droemer Verlag



Gestern öffnete das Ratsgymnasium in Erfurt erneut seine Tore für die Erfurter Herbstlese.


Im vergangenen Jahr durfte ich hier einen eindrucksvollen Abend mit Chris Carter erleben. In diesem Jahr war Val McDermid zu Gast und stellte ihren aktuellen Kriminalroman "Der Sinn des Todes" vor.


Hierbei handelt es sich nicht einfach nur um ein weiteres Buch rund um Detective Chief Inspector Karen Pirie, die immer mehr in den Focus der Ermittlungen gelangt, sondern auch um das mittlerweile dreißigste Buch aus der Feder der Autorin. Eine nicht zu unterschätzende Leistung, da ihre Bücher weltweit verlegt und anhaltend in den Bestsellerlisten zu finden sind.


Durch den Abend führte mit Kompetenz und Humor erneut Margarete von Schwarzkopf.


Val McDermid las zwei Passagen der Originalfassung des Buches. Zwischendurch verriet sie auch, dass leider viele Leser Parallelen zwischen ihr und ihrer aktuellen Protagonistin ziehen würden.


Karen Pirie liebt zum Beispiel Gin. Eine wichtige Information an all diejenigen, die der Autorin eine Freude bereiten möchten. Val McDermid hasst Gin, dafür liebt sie guten Whisky.


Die Lesung der deutschen Kapitel übernahm souverän und ausdrucksstark Marie-Lou Sellem. Diese könnte ich mir sehr gut als Sprecherin der Hörbuchfassung vorstellen.


Es war ein interessanter Abend und eine gut gelaunte Val McDermid signierte im Anschluss noch fleißig Bücher.


Auch für gemeinsame Erinnerungsfotos nahm sie sich geduldig Zeit.




  

Samstag, 11. November 2017

Rezension "Fridolin - Weisst Du, wie wertvoll Du bist?" von Kerstin Werner - Eifelbildverlag


Text: Kerstin Werner
Illustration: Kattia Salas
Hardcover, 48 Seiten 

Auflage: 2 (9. Dezember 2015)
ISBN: 978-3-946328-17-9
Ein (Vor)lesebuch (nicht nur) für Kinder.
D: 12,90 Euro

Wodurch wird unsere Welt interessant und bunt? 

Durch unsere Vielfältigkeit. Jeder Mensch ist einzigartig, ob vom Aussehen her, der Begabung, des Charakters und vor allem durch unsere kleinen Ecken und Macken. Jeder hat seine Schwächen und Stärken. Zum Glück können wir uns so gegenseitig ergänzen.

Wir müssen nicht vollkommen sein, um glücklich miteinander leben zu können. Es sind vor allem Akzeptanz und Toleranz, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Freundschaft, die unseren Alltag um vieles schöner machen.

Ich habe in meinem kurzen Posting zur Frankfurter Buchmesse bereits angemerkt, dass ich einen wunderbaren kleinen Verlag aus der Eifel entdeckt habe. Danke dir, Arndt für den tollen Kontakt.

Es handelt sich um den Eifelbildverlag, in dem nicht nur Kinderbücher, Wimmelbücher, Hörbücher, sondern auch wundervolle Bildbände und mehr erscheinen. Das Angebot erweitert sich ständig und der Verlag wächst von Tag zu Tag. Die Bücher widerspiegeln das Herzblut und die Kreativität des Verlages. In Gesprächen spürt man die Liebe und Freude, mit der sich Verleger, Mitarbeiter und Autoren hier engagieren.

Es lohnt sich einmal vorbei zu schauen, zu stöbern und sich natürlich auch das ein oder andere Buch nach Hause zu holen. 

Ich werde euch in den nächsten Wochen einige Bücher des Verlages vorstellen. Vielleicht entdeckt ihr ja auch das ein oder andere Geschenk für den Nikolausstiefel oder um es unter den Weihnachtsbaum zu legen.



"Fridolin - Weisst Du, wie wertvoll Du bist?" - ist auf den ersten Blick ein Kinderbuch und bereits als Vorlesegeschichte für die Kleineren geeignet. Doch auch ältere Generationen können von Fridolin noch etwas lernen und erhalten viele Anregungen zum Nachdenken.

Fridolin ist nicht perfekt und wird von anderen Tieren ausgelacht. Traurig zieht er sich zurück, doch seine Eltern geben ihm wertvolle Lebensweisheiten mit auf den Weg. Sie stärken ihn und ermuntern ihren Jungen, sich so anzunehmen, wie er ist.

"...Vergleiche dich nicht mit anderen Tieren... Jedes Lebewesen ist einzigartig..."

Als Fridolin anfängt, diese Einsichten mit denen zu teilen, die sich über ihn lustig machten, ist er von den Reaktionen überrascht. Hinter den Hänseleien der anderen versteckten sich Neid und Unsicherheit. Durch sein freundliches Auftreten und verständnisvolles Zuhören, knüpft Fridolin bald viele Freundschaften. Die Tiere kommen gern an den Teich, denn niemand wird hier nach seinem Aussehen beurteilt. Hier zählen die inneren Werte. Nicht unsere Herkunft, Aussehen, Hautfarbe, Größe und Gewicht spielen im Leben eine Rolle. Unsere Taten sind es, die zeigen wer und was wir sind.

Fridolin ist eine Geschichte, die Mut macht und Kindern sowie Erwachsenen hilft, sich selbst so anzunehmen wie sie sind. Ein Buch, das Hoffnung gibt auf ein friedvolles glückliches Miteinander.

Am Ende des Buches gibt es nicht nur eine tolle Anleitung zum Häkeln eines eigenen Fridolin. Es steht dort auch auch eine ganz wichtige Frage:

Weisst Du, wie wertvoll Du bist?


*** Ankündigung #TausendTeufelTour*** #7aufeinenStreich - "Tausend Teufel" von Frank Goldammer - mit #Gewinnspiel



Nur noch zweimal schlafen, dann startet unsere Blogtour zu "Tausend Teufel" von Frank Goldammer. Ab dem 13. November werden wir euch eine ganze Woche lang mit Informationen zum den zweiten Teil der Krimireihe um den Ermittler Max Heller versorgen.

Jeder von unseren #7aufeinenStreich - Blogs hat sich dabei ein passendes Thema herausgesucht. Neben interessanten Beiträgen und den Rezensionen zum Buch, haben wir Frank Goldammer jeweils eine Frage gestellt, die dieser für euch beantwortet hat. Bleibt am Ball, verfolgt täglich unsere Beiträge und ihr könnt so das komplette Kurzinterview lesen.


Mit Unterstützung der dtv-Verlagsgesellschaft dürft ihr euch auch auf ein Gewinnspiel freuen. Wer alle Blogtourbeiträge besucht und jede der Tagesfragen beantwortet hat, springt in den Lostopf und bekommt die Chance, bald ein signiertes Buch von "Tausend Teufel" sein Eigen zu nennen. Der Lostopf wird am Dienstag, 21. November 2017 geschlossen.

Abschließend unser Tourfahrplan, damit ihr den Überblick nicht verliert. Die Links zu den Beiträgen werde ich im Laufe der Tour unter den Blognamen hinterlegen.

13. 11.2017 BÜCHERSTÖBERECKE
Rückblick auf den ersten Band der Reihe „Der Angstmann“ und Vorschau auf „Tausend Teufel“

14.11.2017 LESENDE SAMTPFOTE
Vorstellung des Kriminalkommissars Max Heller

15..11.2017 RUBY´S CINNAMON DREAMS
Vorstellung der Dresdener Schauplätze

16.11.2017 ZWIEBELCHENS PLAUDERECKE
Kriegsheimkehrer

17. 11.2017 SCATTY´S BÜCHERBLOG
Kriminalität in der Nachkriegszeit

18.11.2017 DAS NILIVERSUM
Rezepte der Nachkriegszeit

19.11.2017 IRVE LIEST
Schwarzmarkt

20.11.2017 REZENSIONEN 

zum Kriminalroman „Tausend Teufel“ auf den Blogs

Achtet zusätzlich einfach auf unsere Tour-Hashtags: #TausendTeufelTour und #7aufeinenStreich.

Ich wünsche Euch bereits heute viel Spaß und wir freuen uns natürlich über euer Feedback.

Euer Zwiebelchen

Mittwoch, 8. November 2017

Happy Birthday Conni! - 25 Jahre Conni beim Carlsen Verlag - mit Gewinnspiel

Wer von Euch kennt Conni Klawitter nicht?





Ich denke, kaum jemand, ob Junge oder Mädchen ist in den vergangenen Jahren an Conni vorbei gekommen. Die einen wuchsen mit dem aufgeweckten Blondschopf mit der roten Schleife im Haar auf, die anderen kamen über die eigenen Kinder zu Conni. Jedenfalls sind die Bücher aus keinem Kinderzimmer mehr wegzudenken.

Kaum zu glauben, aber Conni feiert in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag. 

An dieser Stelle ist noch lange nicht Schluss. Lediglich ihre Anhänger und Leserschaar wird unaufhörlich größer. Generationen wachsen nach und mit Conni auf. Aus Kindern werden mit ihrer Begleitung Erwachsene, die heute vielleicht denken: "Oh je, sind wir aber alt geworden...." und ihre Liebe zur dieser Kinderbuchheldin an ihre eigenen Kinder weitergeben.

Welche Kinderbuchhelden können heute noch auf einen so langen Beliebtheitsgrad zurück blicken? In unserer schnelllebigen Zeit kommen und gehen die Lieblingshelden aus Buch und Film.Viele sind rasch in Vergessenheit geraten. Conni begeistert nach wie vor und ist genauso wie Pipi Langstrumpf oder Heidi nicht mehr wegzudenken.

Ich selbst habe Conni erst vor ca. 13 Jahren gemeinsam mit meiner ältesten Tochter entdeckt und gemeinsam mit ihr viele schöne Leseabenteuer erlebt. Für eigene Kindheitserinnerungen mit Conni, ist diese leider noch nicht "alt" genug 😉
Unser Jüngster ist fünf und so wird Conni auch noch einige Jahre Dauergast in unserem Hause bleiben.



Obwohl es sich bei Conni um ein Mädchen handelt, wecken ihre Abenteuer genauso das Interesse von Jungen. Conni ist aufgeweckt. Mit ihrem rot-weiß gestreiften Pullovern oder T-Shirts mit den passenden Ringelsöckchen steckt Conni meist in Hosen. So ist sie für jedes Abenteuer gewappnet. Zu Festtagen erleben wir sie natürlich auch gern einmal in einem Kleid. Aber sie ist ein abenteuerlustiges, wissbegieriges Kind und lässt nicht in eine vorgefertigte Schublade mit der Aufschrift "Typisch Mädchen" stecken. Gerade das macht wahrscheinlich ihren Charme aus und lässt sie seit 25 Jahren die Kinderzimmer erobern.

Immer mit dabei sind ihre Eltern, ihr kleiner Bruder Jakob und Kater Mau.

©Carlsen Verlag

Conni haben wir der Autorin Liane Schneider zu verdanken. Mit ihrem 1992 eingereichten Manuskript konnte sie die Mitarbeiter des Carlsen Verlages überzeugen. Gestartet wurde mit einem Pixi-Buch, das von Eva Wenzel-Bürger illustriert wurde. "Conni kommt in den Kindergarten" hat auch nach 25 Jahren nicht an Beliebtheit eingebüßt. 



Der erste Conni-Erzählband "Conni auf dem Reiterhof" kam 2002 heraus.


Mittlerweile werden aber die Conni-Geschichten von mehreren Autorinnen und Illustratorinnen gemeinsam entwickelt und umgesetzt. Eine Übersicht aller Conni-Autorinnen findet ihr hier.



Connis Geschichten gibt es als Bilderbücher, Pappenbücher und weiteren Altersgerechten Ausführungen bereits für die ganz Kleinen ab drei Jahren. Eine bunte Sammlung an Pixi-Büchern tummelt sich auch in unseren Regalen.


Vorschulkinder können mit Conni erste Buchstaben und Zahlen lernen. Im Sachbuchbereich gibt es tolles Material, um die Wissbegierde der kleinen Entdecker zu fördern und zu befriedigen.

Aber Conni wächst mit und so haben sich weitere Erzählbände für Sechs-, Zehn- und Zwölfjährige etabliert. 


In den aktuellen Bänden feiert Conni ihren fünfzehnten Geburtstag, so wie meine große Tochter auch in diesem Monat. Oh, wie die Zeit vergeht. In diesem Fall kann ich nur bestätigen, Conni ist etwas für die komplette Familie. Derzeit beschäftigen sich allerdings eher die beiden Jüngsten (neun und fünf Jahre) mit den Conni-Büchern. Wobei die Mittlere ihrem Bruder sehr gern vorliest.


Aber Conni gibt es nicht nur bei uns in Deutschland. Ihre Abenteuer wurden in mehrere Sprachen übersetzt und werden nun in dreiundzwanzig Ländern, wie Dänemark, Schweden, Finnland, Norwegen, Frankreich, Ungarn, Türkei, Spanien, Portugal, Griechenland, Serbien, Kosovo, Polen, Taiwan, Vietnam und Australien gelesen. Allerdings wurde dort ihr Name den örtlichen Gegebenheiten angepasst. In Frankreich zum Beispiel heißt sie Lola, in Ungarn Bori und in Israel Roni.


Wer nicht genug von Conni und ihren Freunden bekommen kann, darf diese als Hörspiel, per E-Book oder als Zeichentrickserie verfolgen. Selbst die Kinos und Musical-Bühnen hat sie mit "Conni & Co" bereits erobert.

Auch im Merchendise-Bereich hat sich einiges getan. So gibt es viele Artikel rund um Conni, die Kinderherzen höher schlagen lassen, aber auch im Familienalltag nützlich sind.


Dieser Familienkalender wird uns täglich durch das kommende Jahr begleiten und helfen, alle Termine unseres Fünf-Personen-Haushaltes in Einklang zu bringen.

Zum 25. Geburtstag hat sich der Carlsen Verlag etwas ganz Besonderes einfallen lassen und liebevoll zusammengestellte Überraschungspakete verschickt. Wir hatten das Glück, eines dieser wundervollen Päckchen in Zwiebelchens Plauderecke in Empfang nehmen zu dürfen. Den kompletten Inhalt möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten. 


Ein ganz großes Dankeschön an den Carlsen Verlag und Ute Nöth für die gelungene Überraschung. Ihr habt hier nicht nur Kinderaugen zum Leuchten gebracht.

Auf einer speziellen Conni-Seite des Carlsen Verlages unter https://www.conni.de/ könnt ihr viele Informationen zu Conni nachlesen, weitere Einblicke gewinnen und seit immer auf dem aktuellen Stand. Es gibt sogar eine tolle Rezeptsammlung, die gleich zum selbst Ausprobieren einlädt. Viele meiner Hintergrundinformationen habe ich dort gefunden.




Zum Abschluss habe ich noch ein kleine Verlosung für Euch mitgebracht.

Meine drei Kinder sind bereits aus dem Töpfchenalter heraus gewachsen. Doch vielleicht kann ich einem von Euch bzw. einer kleinen zukünftigen Lesemaus eine Freude bereiten. Ich möchte Euch gern das Buch "Conni geht aufs Töpfchen" sowie eine kleine Überraschung schenken.




Verratet mir doch, was Euch mit Conni verbindet und für wen das Buch gedacht ist. Vielleicht gibt es ja auch eine schöne Geschichte von Euren Erlebnissen rund um Conni. 
Ich werde am Ende meine Kinder aus den schönsten Beiträgen einen herauspicken lassen. Also, ein einfaches, "Ich mag Conni." oder "Ich habe ganz viele Bücher gelesen." reicht dieses Mal nicht aus.

Euer Zwiebelchen



Teilnahmebedingungen

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich.
  • Der Versand erfolgt nur innerhalb Deutschland, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass im Gewinnfall der Gewinner öffentlich auf dem Blog genannt werden darf. 
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal an dem Gewinnspiel teilnehmen. Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 12.11.2017 um 23:59 Uhr.